Karlzberg
02-11-2006, 04:52
yupp, ich weiß, dass es hierzu schon mehrere threads gibt, dennoch möchte ich meine meinung in einem neuen thread kundtun.
zunächst einmal zur KI
die ist ja wohl total lächerlich!
hab zwar erst so ca. 20 stunden mit ki-gegnern unterschiedlicher güte hinter mir, aber folgendes ist mir aufgefallen:
- schwere gegner sind zu schwer
- leichte und normale zu leicht
die normalen oder leichten gegner bauen dumm vor sich hin, besiedeln mal die eine oder andre insel und beginnen mit der zeit, einem das geld haufenweise in die kontore zu schleppen. krieg hab ich gegen die beiden zwar noch nicht geführt, aber was ich bis jetzt gesehen habe, dürften die nicht allzu schwer zu besiegen sein. am dümmsten ist an beiden aber, dass sie erst aufsteigen, nachdem ich aufgesteigen bin und scheinbar nie die stufe aristokraten erreichen.
die schweren gegner hingegen sind unnötig heftig ausgefallen. sie siedeln zwar genauso dämlich, steigen dafür aber selbstständig auf. meiner meinung nach viel zu schnell, es kann nicht angehen, dass die schon nach 2 stunden auf der stufe aristokraten sind! naja, das wäre ja alles nicht mal so schlimm, aber die müssen ja dann auch noch so extrem aggressiv sein, sogar der händler erklärt einem sehr schnell den krieg. und dann ist man eben mit einer übermacht konfrontiert, der man nichts entgegenzusetzen hat.
ich meine, dass eine ki in einem aufbau-spiel cheatet, ist nichts neues. aber bitte nicht so offensichtlich! und nicht in einem solchen maß! die angriffe der ki sind auch eher bescheiden. im mp mit einem schweren gegner griff dieser immer nur direkt die hauptinsel an, die handelsrouten-schiffe auch nur dann, wenn sie zufällig zur gleichen zeit an meiner hauptinsel waren, wie seine flotte. was aber am lächerlichsten war:
ich konnte mit der durch bündnishilfe erlangten truppen der königin auf einer seiner produktionsinseln anlanden und diese in aller ruhe in schutt und asche legen. er hat dort zwar immer wieder neu aufgebaut, aber truppen kamen dort erst nach einer halben oder ganzen stunde an. und seine truppen waren NIRGENDS gebunden!
aber schwierigkeiten durch meine logenaktivitäten oder das zerstören seiner produktionsinsel (tabak) hat er keine bekommen. im endeffekt braucht man sich also nicht die mühe machen, den ki-gegner durch logenaktivitäten oder abschneiden seiner ressourcen zu schwächen, nur eine direkte invasion seiner hauptinsel hat einen nutzen. das wiederum ist aber etwas problematischer, da er in rasender geschwindigkeit unenedlich viele truppen produzieren kann und dort sowieso schon seine hauptstreitmacht dumm rum steht, egal, was andernorts passiert.
auch interessant ist die tatsache, dass sich die ki mit vorliebe eine vulkaninsel aussucht, um dort eine produktion zu starten. sicherlich gibt es dort oftmals reiche vorkommen, andernorts aber auch. wirklich interessant wird diese tatsache dann, wenn man sieht, dass die ki keinerlei anstalten macht, mit seinen schiffen einem tornado auszuweichen. letztens sah ich zwei schiffe direkt auf den tornado zusteuern. dieser versuchte zwar alles mögliche, keines davon zu erwischen, doch eines hat es doch in den wirbel geschafft.
das alles lässt für mich nur ein fazit zu:
die ki wurde lieblos dahingeklatscht!!!
nun zum spiel selbst
man merkt an allen ecken und enden, dass das spiel nicht mehr eine komplexe wi-sim sein sollte, sondern mehr in richtung der handelsüblichen echtzeit-strategier abdriften sollte.
am deutlichsten wird dies an den ehrengästen:
bis auf die gauklertruppe kommen alle nur einmal (es sei denn, man läd sie ein zweites mal ein). sie kommen eigentlich auch immer dann, wenn man sie braucht, der schmied ganz zu anfang, um den werkzeug-engpass einzudämmen, dann der beirwagen, usw....
ich bin beileibe kein schneller anno-zocker, ich baue meine siedlung gerne langsam auf und versuche die wirtschaft zu optimieren. und dennoch erreiche ich schon nach max. 10 stunden den aristokraten-level, wofür ich in 1503 sher viel mehr zeit benötigt hatte. nunja und danach gibt es eigentlich nichts mehr zu tun, als truppen zu bauen, über die karte zu fegen und alles und jeden platt zu machen. eine interessante kriegsführung gibt es hierbei allerdings nicht, siehe hierzu auch die angesprochenen punkte in sachen ki.
und ja, ich weiß, dann stellt man sich eben menschlichen spielern, ich möchte aber eigentlich aufbauen, keinen krieg führen!
gerade die logenaktivitäten könnten dafür sorgen, dass man auch ohne truppen einen gegner in die kniee zwingen könnte, aber das ist bei dieser ki unmöglich!
- wo sind eigentlich die unterschiedlichen fruchtbarkeitsgebiete hin? also ich meine stellen, wo man zwar z.b. tabak anbauen kann, dieser aber nicht mässig wächst.
- wo ist der schiffsverkauf hin?
- wo ist die regulierbarkeit der verkaufspreise am kontor hin?
- wo ist die funktion hin, nach der man seine handelsrouten nach der transportierten ware benennen kann?
noch einmal zurück zum punkt der extremen vereinfachung:
in 1701 ist es so, dass einem ALLE produkte abgekauft werden, man muss sich also keine gedanken mehr machen, ob man zuviel produziert. selbst die ki-gegner blasen einem das geld nur so in den ar...
der stufenaufsteig geht viel zu schnell, eine negative bilanz bekommt man fast garnicht hin.
die aristokraten zu erreichen und zu halten, stellt nun auch keine herausforderung mehr da, nach kurzer zeit hat man sie und sie bleiben auch. dann kann man sie in aller ruhe schröpfen.
die logenaktivitäten diesen ebenfalls weniger dazu, den gegner zu schädigen, als einem über engpässe hinwegzuhelfen.
das gildenhaus ist zwar praktisch und an und für sich eine gute idee, doch viel zu mächtig.
das kurierschiff ist ebenfalls unnötig. man hat es viel zu häufig und kann damit viel zu viele waren besorgen. wenn man MAL einen engpass hat, ist es ok, dass man zur not mal eine solche hilfestellung hat. aber mit dem kurierschiff kann man ja praktisch ganze produktionen ersetzen.
die inseln sind ebenfalls zuwenige. ein spiel zu viert ist fast unmöglich, da einem ind. eine insel zur produktion eines wichtigen produktes entgehen wird. dann steht man dumm da. genug platz für inseln wäre ja theoretisch, wenn da nicht die freien völker wären. diese braucht man aber, und zwar alle vier, da man von ihnen die kolonialwaren kaufen muss, die der freie händler einem nicht zur genüge zur verfügung stellen kann.
das ist übrigens das absolut unnötigste "feature" im ganzen spiel, dass man eine bestimmte ware nicht selbst herstellen kann. vor allem dann, wenn man bedenkt, dass ein freies volk oder der händler durch naturkatastrophen vernichtet werden kann.
aber was ist denn, wenn ich mir das spiel etwas erschweren möchte und den händler oder so etwas mal abschalte? immerhin sorgt der händler ja dafür, dass ich praktisch NIE durch schlechte, überproportionierte wirtschaft verlust erwirtschaften kann.
wirklich neue produktionsketten sind eigentlich auch keine dazu gekommen, es wurden lediglich einige getauscht. vor allem fehlt, dass verschiedene betriebe unterschiedliche waren herstellen können, wie z.b. die kartoffelfarm.
insgesamt stell einen das spiel also vor keine herausforderungen mehr. es wurde leider zuviel wert auf den amerikanischen markt gelegt. da ging dann wahrscheinlich auch die meiste entwocklungszeit hin, nämlich erstens in die frage, wie man das spiel auch für kindergartenkinder leicht spielbar machen kann, als auch in die grafikengine, die an und für sich ebenfalls lächerlich ist. sie verbraucht unnötig viele ressourcen und ist an einigen stellen unausgereift. vor allem der leuchtturm ist eine farce, ein ding, was einen lichtstarhl wirft und mehr nit. man hätte sich ja wenigstens die mühe machen können, gewisse stellen vom leuchtturm erhellen zu lassen!
MEIN FAZIT
ein sehr kurzweiliges spiel, mit einer ki, die dem heutigen standard einfach nicht mehr entspricht! langzeitmotivation gibt es keine, man kann nach ca. 10 stunden ein neues ENDLOSSPIEL beginnen.
viel potenzial, das in diesem spiel steckt, wurde verschenkt.
der multiplayer ist ebenfalls eine farce, da -wie oben schon angesprochen- das besiedeln der wichtigen inseln für ALLE mitspieler unmöglich wird.
somit hat man im endeffekt also nur ein kriegsspiel, leute, die in ruhe aufbauen wollen, haben pech gehabt.
aber das beste an dieser entwicklung: obwohl es mehr auf krieg fokussiert ist, ist der kreigspart -gelinde gesagt- miserabel implementiert!
zunächst einmal zur KI
die ist ja wohl total lächerlich!
hab zwar erst so ca. 20 stunden mit ki-gegnern unterschiedlicher güte hinter mir, aber folgendes ist mir aufgefallen:
- schwere gegner sind zu schwer
- leichte und normale zu leicht
die normalen oder leichten gegner bauen dumm vor sich hin, besiedeln mal die eine oder andre insel und beginnen mit der zeit, einem das geld haufenweise in die kontore zu schleppen. krieg hab ich gegen die beiden zwar noch nicht geführt, aber was ich bis jetzt gesehen habe, dürften die nicht allzu schwer zu besiegen sein. am dümmsten ist an beiden aber, dass sie erst aufsteigen, nachdem ich aufgesteigen bin und scheinbar nie die stufe aristokraten erreichen.
die schweren gegner hingegen sind unnötig heftig ausgefallen. sie siedeln zwar genauso dämlich, steigen dafür aber selbstständig auf. meiner meinung nach viel zu schnell, es kann nicht angehen, dass die schon nach 2 stunden auf der stufe aristokraten sind! naja, das wäre ja alles nicht mal so schlimm, aber die müssen ja dann auch noch so extrem aggressiv sein, sogar der händler erklärt einem sehr schnell den krieg. und dann ist man eben mit einer übermacht konfrontiert, der man nichts entgegenzusetzen hat.
ich meine, dass eine ki in einem aufbau-spiel cheatet, ist nichts neues. aber bitte nicht so offensichtlich! und nicht in einem solchen maß! die angriffe der ki sind auch eher bescheiden. im mp mit einem schweren gegner griff dieser immer nur direkt die hauptinsel an, die handelsrouten-schiffe auch nur dann, wenn sie zufällig zur gleichen zeit an meiner hauptinsel waren, wie seine flotte. was aber am lächerlichsten war:
ich konnte mit der durch bündnishilfe erlangten truppen der königin auf einer seiner produktionsinseln anlanden und diese in aller ruhe in schutt und asche legen. er hat dort zwar immer wieder neu aufgebaut, aber truppen kamen dort erst nach einer halben oder ganzen stunde an. und seine truppen waren NIRGENDS gebunden!
aber schwierigkeiten durch meine logenaktivitäten oder das zerstören seiner produktionsinsel (tabak) hat er keine bekommen. im endeffekt braucht man sich also nicht die mühe machen, den ki-gegner durch logenaktivitäten oder abschneiden seiner ressourcen zu schwächen, nur eine direkte invasion seiner hauptinsel hat einen nutzen. das wiederum ist aber etwas problematischer, da er in rasender geschwindigkeit unenedlich viele truppen produzieren kann und dort sowieso schon seine hauptstreitmacht dumm rum steht, egal, was andernorts passiert.
auch interessant ist die tatsache, dass sich die ki mit vorliebe eine vulkaninsel aussucht, um dort eine produktion zu starten. sicherlich gibt es dort oftmals reiche vorkommen, andernorts aber auch. wirklich interessant wird diese tatsache dann, wenn man sieht, dass die ki keinerlei anstalten macht, mit seinen schiffen einem tornado auszuweichen. letztens sah ich zwei schiffe direkt auf den tornado zusteuern. dieser versuchte zwar alles mögliche, keines davon zu erwischen, doch eines hat es doch in den wirbel geschafft.
das alles lässt für mich nur ein fazit zu:
die ki wurde lieblos dahingeklatscht!!!
nun zum spiel selbst
man merkt an allen ecken und enden, dass das spiel nicht mehr eine komplexe wi-sim sein sollte, sondern mehr in richtung der handelsüblichen echtzeit-strategier abdriften sollte.
am deutlichsten wird dies an den ehrengästen:
bis auf die gauklertruppe kommen alle nur einmal (es sei denn, man läd sie ein zweites mal ein). sie kommen eigentlich auch immer dann, wenn man sie braucht, der schmied ganz zu anfang, um den werkzeug-engpass einzudämmen, dann der beirwagen, usw....
ich bin beileibe kein schneller anno-zocker, ich baue meine siedlung gerne langsam auf und versuche die wirtschaft zu optimieren. und dennoch erreiche ich schon nach max. 10 stunden den aristokraten-level, wofür ich in 1503 sher viel mehr zeit benötigt hatte. nunja und danach gibt es eigentlich nichts mehr zu tun, als truppen zu bauen, über die karte zu fegen und alles und jeden platt zu machen. eine interessante kriegsführung gibt es hierbei allerdings nicht, siehe hierzu auch die angesprochenen punkte in sachen ki.
und ja, ich weiß, dann stellt man sich eben menschlichen spielern, ich möchte aber eigentlich aufbauen, keinen krieg führen!
gerade die logenaktivitäten könnten dafür sorgen, dass man auch ohne truppen einen gegner in die kniee zwingen könnte, aber das ist bei dieser ki unmöglich!
- wo sind eigentlich die unterschiedlichen fruchtbarkeitsgebiete hin? also ich meine stellen, wo man zwar z.b. tabak anbauen kann, dieser aber nicht mässig wächst.
- wo ist der schiffsverkauf hin?
- wo ist die regulierbarkeit der verkaufspreise am kontor hin?
- wo ist die funktion hin, nach der man seine handelsrouten nach der transportierten ware benennen kann?
noch einmal zurück zum punkt der extremen vereinfachung:
in 1701 ist es so, dass einem ALLE produkte abgekauft werden, man muss sich also keine gedanken mehr machen, ob man zuviel produziert. selbst die ki-gegner blasen einem das geld nur so in den ar...
der stufenaufsteig geht viel zu schnell, eine negative bilanz bekommt man fast garnicht hin.
die aristokraten zu erreichen und zu halten, stellt nun auch keine herausforderung mehr da, nach kurzer zeit hat man sie und sie bleiben auch. dann kann man sie in aller ruhe schröpfen.
die logenaktivitäten diesen ebenfalls weniger dazu, den gegner zu schädigen, als einem über engpässe hinwegzuhelfen.
das gildenhaus ist zwar praktisch und an und für sich eine gute idee, doch viel zu mächtig.
das kurierschiff ist ebenfalls unnötig. man hat es viel zu häufig und kann damit viel zu viele waren besorgen. wenn man MAL einen engpass hat, ist es ok, dass man zur not mal eine solche hilfestellung hat. aber mit dem kurierschiff kann man ja praktisch ganze produktionen ersetzen.
die inseln sind ebenfalls zuwenige. ein spiel zu viert ist fast unmöglich, da einem ind. eine insel zur produktion eines wichtigen produktes entgehen wird. dann steht man dumm da. genug platz für inseln wäre ja theoretisch, wenn da nicht die freien völker wären. diese braucht man aber, und zwar alle vier, da man von ihnen die kolonialwaren kaufen muss, die der freie händler einem nicht zur genüge zur verfügung stellen kann.
das ist übrigens das absolut unnötigste "feature" im ganzen spiel, dass man eine bestimmte ware nicht selbst herstellen kann. vor allem dann, wenn man bedenkt, dass ein freies volk oder der händler durch naturkatastrophen vernichtet werden kann.
aber was ist denn, wenn ich mir das spiel etwas erschweren möchte und den händler oder so etwas mal abschalte? immerhin sorgt der händler ja dafür, dass ich praktisch NIE durch schlechte, überproportionierte wirtschaft verlust erwirtschaften kann.
wirklich neue produktionsketten sind eigentlich auch keine dazu gekommen, es wurden lediglich einige getauscht. vor allem fehlt, dass verschiedene betriebe unterschiedliche waren herstellen können, wie z.b. die kartoffelfarm.
insgesamt stell einen das spiel also vor keine herausforderungen mehr. es wurde leider zuviel wert auf den amerikanischen markt gelegt. da ging dann wahrscheinlich auch die meiste entwocklungszeit hin, nämlich erstens in die frage, wie man das spiel auch für kindergartenkinder leicht spielbar machen kann, als auch in die grafikengine, die an und für sich ebenfalls lächerlich ist. sie verbraucht unnötig viele ressourcen und ist an einigen stellen unausgereift. vor allem der leuchtturm ist eine farce, ein ding, was einen lichtstarhl wirft und mehr nit. man hätte sich ja wenigstens die mühe machen können, gewisse stellen vom leuchtturm erhellen zu lassen!
MEIN FAZIT
ein sehr kurzweiliges spiel, mit einer ki, die dem heutigen standard einfach nicht mehr entspricht! langzeitmotivation gibt es keine, man kann nach ca. 10 stunden ein neues ENDLOSSPIEL beginnen.
viel potenzial, das in diesem spiel steckt, wurde verschenkt.
der multiplayer ist ebenfalls eine farce, da -wie oben schon angesprochen- das besiedeln der wichtigen inseln für ALLE mitspieler unmöglich wird.
somit hat man im endeffekt also nur ein kriegsspiel, leute, die in ruhe aufbauen wollen, haben pech gehabt.
aber das beste an dieser entwicklung: obwohl es mehr auf krieg fokussiert ist, ist der kreigspart -gelinde gesagt- miserabel implementiert!