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View Full Version : Entwicklungsprobleme


Eshme
11-01-2007, 22:38
Hallo!
Ich bin recht neu zu Anno1701. Die ersten Szenarien hab ich auch schon geschafft. (mit Medallie sogar)
Das Chaos aus den Szenarien hab ich schnell überwunden. (zum Glück haha) Jetzt hab ich aber grosse Probleme eine stabile Siedlung auf die Beine zu stellen.

Vieleicht erkennt ja einer was ich falsch mache?

Aktuell versuch ich mich an dem 2. Endlosspiel (ohne Katastrophen oh gott), alles auf ganz leicht gestellt, viel Rohstoffe und so. Gestartet bin ich dann mit 50000 Talern. Das sind mittlerweile fast 0.
Meine Einnahmen kommen hauptsächlich aus dem Handel mit Produktionsüberschüssen, und den Spezialaufträgen vom Freien Händler. Meine Schiffe kaufen auch Tabak von dem Inder (für 53 Taler) und verkaufen bei den Azteken (für 64) zum Beispiel.
Meine Bilanz, wie sie oben links steht ist allerdings immer ziemlich rot. Schwankt so zwischen +50 und -500.

Ein merkliches Problem und Verlustgeschäft bei mir ist jeweils das Aufsteigen meiner Stadt. Ich muss ja zuerst deutlich mehr produzieren (investieren) und die Leute euphorisieren als ich im Moment verdiene. Das war mit Pionieren noch einfach. Ich hab die ganz langsam aufsteigen lassen um zu kontrollieren das sie mir dir Lager nicht leerfuttern.
Später war über die halbe Stadt Bürger, (1000 bewohner insgesamt) und es kam ein Gaukler in die Stadt. Ich hab die Steuern solange alle ins Gelbe geschoben. Bilanz war +500 und ich hab ca 20000 Taler verdient.
Aber der Alkohol, Tabak und Nahrungsverbrauch war enorm viel mehr, also musste ich bauen und der Gaukler verschwand und die Bilanz war wieder ca 0.

Die Bürger hab ich auch ein paar Stunden erfolgreich hingehalten.
Später um zu Kaufleuten zu kommen musste ich noch mehr investieren als zuvor. Ich besiedelte eine 3. Insel, denn dort konnt ich Lampenöl und Honig herbekommen.
Jetzt hab ich ca zur Hälfte Kaufleute, musste etwas für mehr Nahrung sorgen. Hab aber Überschuss an Lampenöl und Pralinen für mehr Kaufleute.
Die Steuern für die Kaufleute sind ganz rechts im gelben Bereich um die Kosten für die Produktion jetzt zu decken.
Im Moment versuche ich langsam meine Kaufleute hochzupeppeln, und muss schauen ob ich mir den Schritt leisten kann.
Seit ich Kaufleute hab, hab ich auch keine Meldung mehr erhalten das jemand was von mir kaufte.

Aktuell versuch ich mir grössere Schiffe zu bauen. (Um den Piraten zu schikanieren so wie er mir :lol: ) Hab schon eine grosse Werft. Brauchte jetzt auch Marmor für die Uni um die Schiffe und die Garnison um Kanonen erst zu erfinden. Aber erfunden hab ich noch nix, kostet ja alles mittlerweile so viel.

Vieleicht geb ich an was ich alles hab..
Also im moment hab ich 40 Pioniere, 26 Siedler, 818 Bürger und 846 Kaufleute.
Die Bilanz ist: Einnahmen sind 2500. Meine 9 kleinen Schiffe kosten 190. Und meine Produktionskosten sind 2270. Militärkosten sind 0.

Gebäude hab ich:
2 Theater (20Taler)
1 Uni (40)
2 Schulen (20)
2 Feuerwehr (20)
1 Kapelle (10)
1 Logenhaus (20)
1 Werft (10)
1 grosse Werft (40)
1 Garnison (30)
3 Werkzeugmacher (30)
2 Erzschmelzen (40)
1 Erzmine (50)
3 Fischer (10)
6 Schaffarmen (5)
3 Webstuben (15)
8 Rinderfarmen (10)
4 Fleischer (10)
6 Tabakplantagen (25)
3 Pfeifenhersteller (15)
3 Holzfäller (5)
7 Kakaoplantagen (25)
8 Zuckerrohrplantagen (25)
4 Rumbrennerei (15)
1 Marmorsteinmetz (50)
1 Walfänger (70)
2 Transiedereien (50)
9 Imkereien (25)
1 Kirche (?) fast vergessen
3 Konfiserie auch fast vergessen
Markthäuser, Kontore und Dorfzentren kosten auch was glaube.


:go:

Das wars dann erstmal. :)

AnnoWolf
12-01-2007, 08:55
Hmm, wenn ich mir das so ansehe, hab ich den Eindruck, als würdest Du jede Forderung Deiner Bevölkerung umgehend nachkommen wollen.

Nur weil Deine Bürger z.B. Pralinen benötigen, um zu Kaufleuten zu werden, heisst das noch lange nicht, dass Du auch umgehend Pralinen produziern musst.
Lass sie warten, bis Deine Billanz das zulässt. Weitaus wichtiger ist es, die Grundbedürfnisse (Nahrung, Alkohol, Tabak) zu sichern und das soweit, dass ein permanenter Überschuss produziert wird.
Den Überschuss kannst Du erstmal in den Verkauf stellen.

Beim Überfliegen Deiner Liste sind mit ein paar "Kostenfresser" aufgefallen, auf die -so meine ich- Du im Moment noch verzochten solltest:

- Universität
- Logenhaus
- grosse Werft (Du hast doch schon die kleine Werft)
- Garnison
- 3 Werkzeugmacher und 2 Erzschmelzen (Die lasten zwar die Mine voll aus, kosten Dich im Moment aber nut zu viel Geld. Jeweils 1 Werkzeugmacher und 1 Erzschmelze reichen)
- grosse Kirche (die Kapellen sind weitaus günstiger)
- 9 kleine Schiffe (hast Du so viele Handelsrouten?)

Allein durch diese Gebäude (ohne die grosse Kirche) entstehen Dir Kosten von 200 Goldmünzen. Zieh die mal von Deiner derzeitigen Kosten ab und -schwups- ist Deine Billanz positiv.
Dann sorg dafür, dass Deine Bevölkerung zufrieden (hellgrün) ist. Euphorisch (dunkelgrün) müssen die nur sein, wenn sie aufsteigen sollen.

Alex-nrg
12-01-2007, 09:20
Also da kann ich Annowolf erst einmal bis auf das Logenhaus zustimmen. Dieses hebt die Zufriedenheit deiner Bevölkerung auch leicht und bei der Anzahl an Einwohnern kannst du dadurch höhere Steuern verlangen. Außerdem reicht ja auch eine große Werft, da du kleine Schiffe auch dort reparieren und bauen kannst.

Außerdem solltest du vielleicht auch mal deine Stadt etwas optimieren. Ich glaube nicht, dass du bei dieser Anzahl von Einwohnern 2 Gebäude für die Glaubensbefriedigung (Kapelle oder Kirchen) sowie 3 Gebäude für Bildung (Schule und Universität) benötigst. Ein Wohnhaus braucht nur im Einzugsbereich eines dieser Gebäude zu liegen. Wenn man optimal baut, kann man fast 2500 Einwohner mit je einem öffentlichen Gebäude (Dorfzemtrum, Schule oder Universität (brauchst du ja um weiter zu forschen), Kapelle, Medikus, Feuerwehr, Theater) versorgen.

Zu den Produktionsgebäuden. Was machst du mit 9 Imkereien bzw. 7 Kakaoplantagen bei 3 Konfiserien? Ich erreiche mit jeweils 2 Imkereien bzw. 2 Kakaoplantagen pro Konfiserie bereits 100 % Auslastung. Außerdem würde ich die Fleischereien und Rinderfarmen durch die Produktionskette Brot ersetzten.

Die Garnisionen würde ich nur zum erforschen der jeweiligen Forschungsbäume aufbauen oder wenn mir ein KI den Krieg erklärt (passiert bei leicht eigentlich nie)

Eshme
12-01-2007, 17:26
Vielen dank für die Antwort :hello:
Wenn ich das so seh versuch ich erstmal kleine Bürger glücklich zu machen irgendwie. Bisher hat ich mit Bürgern nur verlust gemacht und gehofft Kaufleute würden das beheben.

Meine Kontrahenten haben alle schon riesige Schiffe und viele Werften und Militär. Irgendwas grosses mach ich da doch falsch.
Mit der Uni und der Werft wollt ich da einfach nur mithalten.
Die 9 Schiffe sind alle ,bis auf mein Entdeckerschiff ,zum Handeln unterwegs.
Zu meinen Inseln fahren 1 Schiff für Alkohol und Ziegel.
2 fahren um Honig und Lampenöl zu holen.
und 1 holt Granit von meiner Granitinsel.
2 fahren zu meinen Kontrahenten um zu verkaufen. Aber weiss nich ob das viel bringt, da ihre wünsche ständig wechseln bis ich da bin.
2 fahren alle alten Völker an und kaufen /verkaufen wieder
Mein Entdeckerschiff versucht die Piraten in Schach zu halten. Und mal Baumaterial zu ner anderen Insel zu schaffen.
Mit den Schiffen bin ich praktisch schon überfordert :confused:
Mit den Werkzeugschmieden wollt ich nur den Bedarf stillen, da im moment hab ich nur 2 tonnen.
Im moment hab ich 72 tonnen Pralinen, steigend. Ich hab einfach solange soviel gebaut bis der Wert gestiegen ist. Der Honig fehlt aber permanent. Meine Schiffe sind wohl zu langsam oder so. Blöd ist aber das die Produktion nicht sehr lange still stehen darf. Da gehen auch 100t weg wie warme Semmeln.
Die Garnison hab ich zuletzt gebaut, auch nur damit ich forschen kann.
Und meine Kontrahenten haben auch soviel Theater /Schulen und so.

Nahrung steht auch grad wieder auf 0 und Bilanz ist +50. Sind Bäcker besser eigentlich?
Wenn ich die Steuern der Kaufleute in den hellgrünen Bereich senke, dann ist die Bilanz plötzlich -350. ALso müsste ich gebäude für 350 loswerden und nicht nur 200 oder?
Vieleicht hab ich auch einfach nur zu viele Häuser? Allerdings am Anfang hab ich nur wenig Häuser gebaut, so wie in Anno1602. Aber da war ich sehr schnell ziemlich pleite.

Rawenschrey
12-01-2007, 18:04
Hi,
Vieleicht hab ich auch einfach nur zu viele Häuser? Allerdings am Anfang hab ich nur wenig Häuser gebaut, so wie in Anno1602. Aber da war ich sehr schnell ziemlich pleite.

Nein, ich denke eher du hast zuwenig Häuser.
Versuch doch mal den Einzugsbereich (Deckungsbereich) deiner Marktplätze, Kirchen etc mit pionieren zuzubauen, sodaß deine Gebäude auch ausgelastet sind. Abreissen würd ich nix...
Lass sie aber nicht sofort aufsteigen, sonder vergewisser dich, das Nahrung, Stoffe ausreichen (evtl. etwas nachbauen, aber nur soviel. daß die Produktion leicht im plus ist)
Erst dann aufsteigen lassen, und die nächsten produktionsketten leicht anpassen.
usw. usw

Meiner erfahrung nach schafft man erst mit 3-4000 Einwohnern eine dauerhaft stabile, positive Bilanz. ( mit 3-5 Inseln, etwas Flotte, Militärgebauden etc.)

In meinen ersten Spielen hat mich nur das schnelle Bauen vieler Wohnhäuser vor dem Ruin gerettet, also nicht abreissen, sondern in Häuser investieren :)

Viel Glück
Raw

Alex-nrg
12-01-2007, 18:07
Also das deine Gegner am Anfang stärker sind als du, ist normal, da die KI cheatet.

1. Trotzdem glaube ich, dass du deine Inselwelt optimieren kannst. Baue deine Häuser einfach dichter zusammen und zentriere alle notwendigen öffentlichen Gebäude. Sobald du zu Aris aufgestiegen bist musst du aufgrund von Senat/Schauspielhaus eh die Stadt nochmal teiweise neu bauen.

2. Versuche am Anfang soviel wie möglich auf deiner Hauptinsel zu produzieren und insbesondere bei Rohstoffen (Ziegel, Marmor, Eisen) deine Hauptinsel zu verwenden. Insbesondere Alkohol solltest du auch auf deiner Hauptinsel produzieren können (Entweder über Hopfen oder über Zuckerrohr).

3. Vergiss am Anfang den Verkauf bei deinen Kontrahenten. Verkaufe einfach über das Kontor. Gleiches für Einkäufe. Es kann kurzfristig sogar besser sein Werkzeuge einzukaufen anstatt eine weitere Produktion zu bauen.

4. Der Gewinn der Ware durch den Einkauf/Verkauf zwischen den Völkern ist zwar schön, ob sich das mit den Betriebskosten für das Schiff aber rechnet, bezweifel ich hier einfach mal. Verkaufe denen lieber gezielt deine eigenen Überschüsse.

5. Gerade auf der leichten Stufe folgen dir die Piraten nur sehr eingeschränkt. Repariere deine Schiffe lieber (Werft direkt neben dem Kontor, dann reparieren die sich während sie ausladen) anstatt die Piraten mit deinem Entdeckerschiff zu jagen.

Durch die Punkte 3-5 kannst du schon mal 5 Schiffe sparen.

6. Besser ist es außerdem, wenn alle Einwohner die gleiche Stufe haben, da du dann weniger Gebäude brauchst und gleichzeitig mehr Einnahmen hast.

7. Die Produktionskette Bäcker produziert Unmengen an Nahrung.

8. Die Königin und auch die fremden Völker unterstützen dich, wenn du sie ganz lieb bittest.:lol:

Also schönes Wochenende und viel Spaß beim testen. Ich baue gerade meine 2. Megastadt (erste war durch die Insel auf 30000 Aris begrenzt) und habe durch die Beachtung der obigen Punkte (und unter schwer mit der "Verstecken"-Strategie) nie Probleme gehabt.

Eshme
12-01-2007, 18:39
noch mehr Häuser? Das hät ich jetzt nicht gedacht. Meine Häuser bilden sich um 2 Dorfzentren mehr oder weniger. Ich mach mal ein Bildchen...

http://i62.photobucket.com/albums/h81/Hanob/Anno1701/screenshot0000.jpg
1
Weiss garnicht mehr was ich zuerst kaufen soll. Musst immer bedenken, je mehr Häuser man baut, desto mehr Farmen kommen dazu. Und das gleicht sich dann aus.. Bei Anno1602 war das zumindest so.

Hört der Gegner auch mal auf zu Cheaten? Bei meinem ersten ENdlosspiel auf mittel gabs ja mächtig gemetzel gleich am Anfang. Und militär kann ich mir so nicht leisten.

Danke für die Liste mit tips. Die idee mit der Werft ist fast genial :go:

Aber zur 6. habe ich kleine Bedenken. Ich soll ja viele viele Häuser bauen, und schon bei Siedlern schaff ich den Aufstieg nicht ohne verlust. Umso schneller umso schlimmer. Keine ahnung wieso.
Jetzt kann ich viel testen ist Wochenende !
danke nochmals

vornixfies
12-01-2007, 19:18
noch mehr Häuser? Das hät ich jetzt nicht gedacht. Meine Häuser bilden sich um 2 Dorfzentren mehr oder weniger. Ich mach mal ein Bildchen...

Ja, mehr Häuser ist das Geheimnis! Auf dem Screenshot erkennt man, dass die Dorfzentren und die anderen öffentlichen Gebäude nicht effizient genutzt werden.


Weiss garnicht mehr was ich zuerst kaufen soll. Musst immer bedenken, je mehr Häuser man baut, desto mehr Farmen kommen dazu. Und das gleicht sich dann aus.. Bei Anno1602 war das zumindest so.

Für die Farmen hast du recht, je mehr Häuser und somit Einwohner du hast, umso mehr Nahrung musst du produzieren. Egal ob Pionier oder Ari ... es wird immer die gleiche Nahrungsmittelmenge pro Einwohner verbraucht. ABER alle anderen Gebäude werden sehr viel effizienter genutzt. Es macht schon einen Unterschied, ob um ein Dorfzentrum, Schule, Kirche, Opernhaus etc. 100 oder 2000 Einwohner leben. Grundsätzlich gilt, wenn die Bilanz negativ ist, dann hast du entweder zuviele kostenintensive Gebäude und/oder zuwenig Einwohner.

Ich mache es normalerweise so, dass ich zunächst einmal die Grundbedürfnisse jeder Entwicklungsstufe kümmere, und dann Stück für Stück die Güter produziere die zum Aufstieg in die nächste Stufe erforderlich sind. Immer wenn die Versorgung mit einem dieser Güter gesichert ist, hebe ich die Steuern bis zum oberen Rand im hellgrünen Bereich an. Wenn dann die Bilanz dann noch immer negativ ist, dann baue ich ein paar Häuser dazu, bis die Bilanz wieder satt positiv ist. Dann gehts ans nächste "Luxusgut", Steuern anheben ..... und so weiter. Wenn alles da ist für den Aufstieg in die nächste Stufe, Steuern runter in den dunkelgrünen Bereich, ein paar Häuser aufsteigen lassen ... wenn die erforderlichen Rohstoffe (Holz, Werkzeug, später Ziegel und Marmor) zwischendurch ausgehen, die Steuern ruhig wieder hoch stellen damit wieder Geld reinkommt.

Hört der Gegner auch mal auf zu Cheaten?

NÖ, die hören nie auf zu "cheaten"! Aber das ist nicht schlimm, weil die haben nicht nur eingebaute Vorteile sondern auch eingebaute Handicaps, die man ausnutzen kann.