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View Full Version : Geiles Spiel und Verbesserungen


Kohorte
04-11-2004, 19:03
KoH gefällt mir sehr gut! Es ist komplex, abwechslungsreich und spannend.
Einige Verbesserungen würden mir sehr gut gefallen.

Ein Reich ohne Hauptstadt und Palast finde ich nicht realistisch. Ab ca. 10 Privinzen sollte man eine Hauptstadt errichten/benennen dürfen. Dort sollte ein Palast stehen, den man in 5 Stufen aufwerten/verbessern könnte. Die Ausbaugröße des Palastes sollte auf das Ansehen großen Einfluss haben und neue Möglichkeiten beinhalten. Ich fände es besser, wenn man z.B. die Händlerfunktion nicht auf die Ritter abwälzt, sondern eigenständig anbietet. In Palaststufe 1 sollte ein eigenständiger Händler existieren, den man mit einer Route wie heute beauftragen kann. Bis zu Palaststufe 5 sollte man 5 eigenständige Händler erhalten können. Gleiches fände ich perfekt im Bereich "Boten entsenden". Es ist für mich nicht realistisch, das man zu jeder Zeit an die Königreiche der gesamten Welt herantreten kann und durch einen Klick mal schnell von Krieg auf Frieden switcht (Stichwort: Die eigenen Armeen vor der friedliche Nachbarstadt parken - Kurzklick auf KRIEG - Stadt einnehmen und Kurzklick auf FRIEDEN anbieten). Ich will das ganze nicht zäh machen, aber es sollten in Palaststufe 1 nur ca. 2 Boten geben und bis Stufe 5 das ganze auf 10 ausgeweitet werden. Diese Boten kann man dann beliebig in die Königreiche verschicken und nach gewisser (kurzer) Reisezeit sollten erst die diplomatischen Optionen verfügbar sein. Ich muss die Boten auch garnicht auf der Karte sehen, da es sonst zu voll werden könnte. Nur zum Realismus wäre eine kurze Reisezeit, je nach Entfernung und die Limitierung auf ein paar Botenzüge gleichzeitig (je nach Palaststufe) besser. Bei "nur" zwei Boten muss man halt kurz abwarten, bis sie zurück sind, um sie wieder auszusenden und bei 10 Boten mit Palaststufe 5 ist es dann eher einfach.

Je nach Palaststufe sollten auch Abschreckungsinstrumente gegen mögliche Rebellen erscheinen. In Palaststufe 1 der Pranger, welcher noch nicht so sehr abschreckt, aber auf Stufe 5 z.B. der Scheiterhaufen oder das Fallbeil sollten potenzielle Rebellen schon dezimieren/vorsichtiger machen.

Auch sollte im Palast ein Kerker sein. Auf Stufe 1 mit nur einer Zelle für Kriegsgefangene und bis zu fünf Zellen auf´Palaststufe 5.
Auch Rebellen sollte man dort arrestieren können und dann entscheiden, ob man sie zur Volksberuhigung freilässt (mit der Gefahr einer neuen Revolte), sie dauerhaft im Kerker verschimmeln lässt oder sie später zur Abschreckung hinrichtet.

Bei den Spionen sollte ab Palaststufe 4 auch die Gegenspionage verfügbar sein. Entarnte Spione sollte man durch Folter/Überzeugung auch als Gegenspione wieder einsetzen können.

Die Anzahl der möglichen Armeen würde ich auch an den Palast knüpfen. Ohne Palast sollten 5 Armeen maximal möglich sein und pro Palaststufe ein weiterer möglicher Armeeplatz freigeschaltet werden (max. dann 10 Stück).

Die Steuereinnahmen sollten sich durch den Palastbau und die verschiedenen Stufen auch erhöhen, da man jeweils zusätzliche Steuereintreiben erhält, welche die möglichen Steuerbauwerke in den Städten unterstützen. Auf Stufe 1 einen Eintreiber und bis zu 5 auf Palaststufe 5, welche man dann beliebig zusätzlich auf die Provinzen verteilen könnte.

Was ich nicht gut fände ist, das die Einnahme einer Hauptstadt dem Spieler gleich das gesamte Reich einverleibt. Das wäre zu einfach. Ich fände es besser, das die Provinz wie heute an den Spieler geht und nur der Palast zerstört wird. Somit gingen dem Kriegsgegner die Palastoptionen verloren und ein immenser Ansehensverlust sollte eintreten. Mit der Zerstörung des Palastes und somit des Kerkers sollten mögliche inhaftierte Landsleute wie Marschälle, Spione oder Rebellen wieder befreit werden können. Die eigenen Marschälle und Spionen ständen einem selbst dann wieder zur Verfügung und befreite Rebellen sollten mit doppelter Aggresivität gegen den Kreigsgegner in dessen verbleibenden Provinzen vorgehen. Vielleicht sollten befreite Rebellen sogar aus Dankbarkeit vom Befreier zu steuern sein oder Aufträge zur Zerstörung annehmen.

Weiterhin finde ich es nicht so gut, das die Lebenszeit der Herrscher im Spiel etwas zu kurz ist. Das sie sterben ist realistisch und wichtig für die Abwechslung, aber man könnte die Lebenszeit (den natürlichen Tod) aus meiner Sicht zum heutigen Spiel ruhig verdoppeln. Dann könnte man sich besser an die Personen gewöhnen und würde mehr Bezug zu ihnen bekommen. Heute sterben die so schnell, dass ich mich gerade auf einem Feldzug an der Westfront befinde und wenn ich dort fertig bin, ist schon eine oder mehrere Gegnergenerationen an der Ostfront an mir vorbeigegangen. So interessant ist das Sterben nun auch nicht, da es mich selbst an meinem eigenen Herrscher kaum interessiert. Wenn der sirbt, dann tritt halt der Sohn oder ein Marschall an seine Stelle. Meistens ohne Komplikationen und nur der Name und ein paar Skills ändern sich halt. Diese Option ist wie gesagt hochgradig wichtig für die Abwechslung, aber eine Verdoppelung der Lebenszeit würde aus meiner Sicht beides vereinen. Erstens die notwendige Abwechslung, aber auch die Identifizierung mit den Personen, da man sich z.B. länger mit ruchlosen Kriegsgegnern rumärgern oder friedvolle Nachbarn hätte. Ich würde die potenzielle Lebenszeit auch wieder an den Palast koppeln. Ein Reich mit unter zehn Provinzen und keinem Palast sollte dem Herrscher eine zumindest kürzere mögliche Lebenszeit bescheren (nur natürlicher Tod), als ein Reich mit einem prächtigen Palast (Stufe 5) und allem Luxus.

Ich fände es gut, wenn die Reichsgrenzen und das eigene Territorium mehr Möglichkeiten bieten würden. Wenn man sich entschieden hat, sein Reich vielleicht nach Osten nicht mehr zu erweitern, dann sollte man dort einen Wall ziehen können (mit großem Bauaufwand und vielleicht auch in 3 Stufen). Durch diese befestigte Grenze sollten keine feindlichen/befreundeten Truppen mehr aufs eigene Territorium gelangen können, ohne:

1. das feindliche Truppen: dort schon Kriegshandlungen gegen die Grenzpatrollie/befestigte Grenzarmeen führen müssen.

2. das befreundete Reiche trotzdem anfragen müssen, ob sie über das eigene Territorium ziehen dürfen. Perfekt wäre es aus meiner Sicht, wenn man folgende Entscheidungsmöglichkeiten hätte.
- man kann ausgewählten Verbündeten unbegrenzten freien Zutritt zu seinen Ländereien ermöglichen
- man kann eine Zollvereinbarung treffen, wo alle Armeen bei Überschreitung eine Summe X zahlen müssen
- oder man kann den Zutritt auch Verbündeten verweigern.

Abschließend geht es natürlich noch um die vorhandenen Ungereimtheiten im Spiel, die schön öfter angesprochen wurden. Ich hab noch nie eine Belagerungswaffe gebaut und trotzdem ganz Europa mit zwei ausschließlichen Lehensritter-Armeen erobert. Das ist nicht ok und die reissen die Burgtore wie Schaumgummi ein (ein Panzer in einer Softeis-Fabrik).
Das hat den Spielspass dieses trotzdem geilen Spieles arg getrübt und da gibt es noch einige andere Dinge.

Trotzdem weiter so und ich hoffe auf den Patch.

crom
09-11-2004, 09:36
Hy,

gute Vorschläge, besonders das mit dem Palast gefällt mir.

Eine Mission würde imho auch gut reinpassen...

Grüsse
Crom

Lord Dragon
09-11-2004, 11:55
@kohorte Wilkommen hier

Gute Vorschläge, würde das ganze Spiel wieder interessanter machen... ( Spiel liegt bei mir schon wieder versorgt ... ) Ich denke, das sie deine Vorschläge vielleicht zum Teil einbauen, aber erst zu einem späteren zeitpunkt. Werden wahrscheinlich erst andere Sachen ändern. Aber würden die das einbauen, wäre das spiel nicht nach 1 1/2 Monaten versorgt in der Schublade. Wie bei mir jetzt.

Killerlein
10-11-2004, 16:12
hi

schon auch sehr interessant....habe was ähnliches auch schon gepostet >>>also ähnlich bezüglich der ausmasse der veränderungen

hab aber, auch bei meinem posting, irgendwie das gefühl, dass es eher vorschläge für KoH 2 sind :)

was glaubt ihr? werden die macher für dieses Spiel schon solch massive Änderungen in Erwägung ziehen?....bin da eher pessimistisch

naja wie auch immer .PEACE

Killerlein

Gaius Julius
13-11-2004, 11:09
Eine Provinzmauer gab es damals in Cäsar 2 schon und sie war recht nützlich. Angreifende Armeen mussten, um sie zu überwinden, erst eine Zeit lang belagern und das ließ einem meist etwas Zeit, seine eigenen Truppen zum Ort des Geschehens zu beordern.
Nachdem die Armeen in KoH begrenzt sind, wäre das bei großen Reichen durchaus wünschenswert. :)

Lord Dragon
13-11-2004, 11:40
hmm, kenn nur Cäsar 3 wie meinst Mauer? noch ne um die hauptmauer?

Gaius Julius
13-11-2004, 16:50
Naja, Cäser 2 hatte in der Kampagne eine Provinzansicht zusätzlich zur Stadtansicht.

Während man also die Stadt ausgebaut hat, konnte man gleichzeitig in die Provinzansicht wechseln und dort Garnisonen, Wege, Provinzmauern etc. bauen und vorrückende Armeen im Vorfeld aufhalten oder umliegende Barbarenstämme "befrieden" und sie ins Reich eingliedern.
Dazu gab es da noch Ressourcen zum Abbauen, man konnte soweit ich noch weiss Häfen bauen, über die man letztendlich die Rohstoffe exportieren konnte.
Alles in allem ein solides und schönes Spiel :)

Und um zur Mauer zurückzukehren, man konnte zwar mehrere Garnisonen bauen, aber wenn dann trotzdem irgendwo eine Armee unerwartet auftaucht und du grad nicht kannst, dann hat sich die Mauer schon als nützlich erwiesen.
Aber die Mauer selbst hat die Stimmung der Plebejer gedrückt, die vor den Toren waren, weil sie sich ausgeschlossen fühlten... jedenfalls soweit ich mich noch vage zu erinnern glaube. Könnte in KoH ja einen militärischen Malus "eingesperrt" einbringen, etwa -5 für die Provinz mit den Befestigungen.